© Chrissi
Eisen

Kapitel 6

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Kaum ist sie aus dem Zimmer und ausser Berts Sichtweite zieht sie sich die Pyjamahose wieder hoch, läuft schnell ins Bad und schließt die Tür ab.
Bert hört nur noch die Badezimmertür zuknallen und wie Sandy den Schlüssel im Schloss umdreht.
Mit einem Satz springt Bert von der Couch auf, läuft aus dem Wohnzimmer zum Bad und steht vor verschlossener Tür.
Wütend klopf er gegen die Tür: „Sandy!!! Was fällt dir ein?! Mach sofort die Tür auf oder...!“
„Oder was? Du kannst mir gar nichts tun, so lang ich hier drin bin und ich mach die Tür nicht auf, das sehe ich gar nicht ein.
Wenn du mich holen willst, dann schau doch wie du die Tür aufbekommst.
Ich komme hier so lange nicht raus, bis du mir versprichst, mich nicht zu bestrafen!!!“

„Sandy, jetzt reicht es endgültig, entweder du kommst binnen 5min da raus oder, oder ich...“

„Oder was? Willste die Tür aufbrechen lassen? Haha!“

„Ja! Und wenn ich den Schlüsseldienst anrufen muss, und die Tür aufbrechen lassen muss, dann kannst du was erleben, das verspreche ich dir, da kannst du dann jammern und weinen so lang du willst, da werd ich dann kein Mitleid haben!“

Sandy überlegt kurz, wenn sie jetzt rausgeht ist er furchtbar wütend, weil sie sich einfach im Bad eingeschlossen hat und wird sie mit der Bürste sicher ziemlich streng bestrafen, wenn sie aber weiterhin die Tür nicht aufmacht und er sie dann zwischen die Finger bekommt, wird es noch viel schlimmer werden...
Aber sie will jetzt einfach keine Tracht Prügel bekommen, sie hat Angst, wenn Bert so wütend ist, dann kann sie ihn gar nicht um den Finger wickeln und dann wird es furchtbar weh tun!

Bert unterbricht ihre Gedanken mit einem lauten: „Sandy, du hast noch 2min!“

Jetzt hat Sandy eine Idee: „Ist ja schon gut Bert ich mache auf, ehrlich, aber kannst du mir bitte noch 5min geben, bitte, ich muss mich etwas darauf einstellen.“

„Sandy du kommst jetzt da raus und zwar nicht in 5min sondern sofort!“

Bert brüllt und schimpft vor der Tür, aber das bekommt Sandy gar nicht mehr so richtig mit, denn die setzt ihre Idee gerade in die Tat um und klettert aus dem Badezimmerfenster, was zum Glück ohne größere Schwierigkeiten gelingt, da Berts Wohnung im Erdgeschoss liegt.

Vorsichtig hüpft Sandy aus dem Fenster ins weiche Gras.
Es ist bereits recht dunkel draußen und daher sieht Sandy auch noch nicht, was für ein Unheil gleich auf sie zukommen wird...

Vorsichtig schleicht sie ums Haus barfuss und im Pyjama.

Doch was sie nicht weiss, ist dass sie bereits beobachtet wird und zwar von Jacques, der vor dem Haus geparkt hat und eigentlich nur vorbeikommen wollte, um sich mit Bert mal über Sandys Frechheiten zu unterhalten.
Als er sie jedoch nun zur Schlafenszeit im Garten umherschleichen sieht, denkt er sich seinen Teil und wartet auf eine passende Gelegenheit die freche Göre zwischen die Finger zu bekommen.

Sandy schleicht inzwischen von der Rückseite des Hauses Richtung Vorderseite zum Gartentor.
Vorsichtig öffnet sie das alte, quietschende Tor, um ja nicht Bert auf sich aufmerksam zu machen.

Plötzlich greifen von hinten zwei Hände nach ihr.
Sandy will schreien aber der Mund wird ihr zugehalten und mit der anderen Hand wird sie, trotz zappeln, festgehalten.
Hatte Bert sie doch gehört und war aus dem Haus gekommen und hatte sie etwa die ganze Zeit beobachtet, um sie jetzt so heimtückisch zu erschrecken?

„Willst du wohl ruhig sein? Gleich setzt es was, wenn du so weitermachst!“

Nein, das war nicht Bert. Das war Jacques!!!

Oh Gott, was wollte der denn jetzt von ihr was würde er mit ihr machen? Er würde sie sicher zu Bert zurückbringen. Oder würde er ihr selber den Hintern versohlen.

Aber lange musste Sandy nicht mehr überlegen, was er mit ihr vorhatte.

Sie im Arm ging er schnurstracks zur Tür und klingelte.
Bert kam sofort herunter, öffnete stürmisch die Tür und sah verwundert Sandy, die sich in Jacques Klammergriff, wand wie ein Aal.

Seine Schadenfreude war nicht zu übersehen.
Er bat Jacques mit der noch immer zappelnden Sandy ins Haus.
Nahm sie dann fest bei den Schultern und führte sie erneut ins Wohnzimmer und bat Jacques an Platz zu nehmen, während er Sandy über seine Knie zog.

Die fing nun schon ganz bitterlich zu weinen an und flehte Bert förmlich an: „Bitte nicht! Lass mich runter, bitte!
Ich, ich wollte das doch alles nicht, und ich mache es auch nie wieder, nur bitte, bitte bestraf mich jetzt nicht!“

Bert sagte keinen Ton, sondern zog Sandy die Pyjamahose aus diesmal sogar ganz und nicht nur bis zu den Oberschenkeln.

Sandy war ganz mulmig zumute, weil Bert dabei keinen Ton sagte, das verhieß nichts gutes, sondern machte deutlich wie sauer er war.