© Randy
Wochenbetreuung

Kapitel 14 - Der Ausflug


 

Selten war das Haus so leer wie an diesem Wochenende. Für viele Schützlinge hatte die Betreuung am Freitag geendet. Wieder andere durften übers Wochenende heim zu ihren Partnern. Außer Bernd und Herrn Reisig, dem Koch, waren nur fünf Mädchen verblieben, die Samstag und Sonntag anwesend waren.

Um sich die Zeit etwas zu vertreiben, halfen die Mädchen in der Küche oder spielten im großen Versammlungsraum. Bernd war sehr zufrieden. Den ganzen Samstag waren weder Schelte noch Strafe nötig. Doch aus Erfahrung wusste er, dass so ein paradiesischer Zustand meist nicht lange anhielt. So sollte es dann auch am Sonntag früh kommen.

Lisa half unaufgefordert bei der Zubereitung des Frühstückes. Hätte der Koch geahnt, dass sie dies nur tat, um Bernd einen Streich zu spielen, hätte er sie wohl hochkant aus der Küche geworfen. Unbemerkt von seinen kritischen Blicken machte sich Lisa am Kühlschrank zu schaffen, bevor sie die Frühstückseier auftrug. Ohne Wissen der Anderen nahm das Unheil seinen Lauf.

Bernd, wie immer voll Energie, konnte sich wieder einmal die Unsitte nicht verkneifen, das Ei mit Messer zu köpfen. Plötzlich ergoss sich der ganze Segen auf die Tischdecke und auf seinen guten Sonntagsanzug. Das Ei war roh!

"Was ist denn jetzt los??? Herr Reisig, können Sie mir bitte erklären, was das soll?" Ratlos blickte der Koch über den Tisch.
"Ähm,... ich versteh' das nicht... die Eier der Anderen sind doch auch alle gekocht..."
Sein strenger Blick fixierte die Mädchen. "Lisa? Du warst die einzige in der Küche! Kannst du dir das vielleicht erklären?" Die Frage trieb ihr Schamesröte ins Gesicht. "Ich? Ähm. Ja, nee, nein", stotterte die Angesprochene. "Dann erkläre uns doch mal, wie es sein kann, dass von den sieben Eiern, die du gekocht hattest, genau eines roh geblieben ist!", forderte Bernd sie auf.

Die Situation war ziemlich ausweglos.
"Du, Bernd, ich hab' das nicht gewollt! Es sollte doch nur ein Spaß sein!", jammerte die Kleine, "weil man doch auch das Ei nicht köpfen soll. Aaron hat mich deswegen auch schon mal ausgeschimpft."
"Ach ne? !? Sehr spaßig war das! Wirklich! Selten so gelacht!"
Bernd war ziemlich sauer, zumal er diesen Anzug erst vor wenigen Tagen aus der Reinigung abgeholt hatte.
"Mal sehen, ob du die Konsequenzen auch noch so spaßig findest. Los, komm' her!"
Mit betretenem Gesicht stand Lisa auf, ging zur anderen Tischseite und legte sich unaufgefordert über Bernds Knie. Er zog ihr die Hose stramm und fing an, ihr den Po nach Strich und Faden zu versohlen.
"Na, wie bekommt dir der Spaß?"
"Ich mach's ja alles wieder gut!!! Bernd, bitte nicht mehr! Es tut so weh!"
"Soll es auch! Keinen Moment kann man euch aus den Augen lassen! Verflixte kleine Biester!" Das heulende Mädchen hatte schon über 50 feste Klapse bezogen, als es sich wieder erheben durfte.
"Für dich ist das Frühstück gelaufen! Ab in dein Zimmer! Bis zum Mittagessen hast du Stubenarrest!" Seinen brennenden Po reibend schlich sich das Mädchen von dannen.
"Ihr braucht gar nicht so dumm zu grinsen", fuhr Bernd die anderen Schützlinge an, "sonst setzt es bei euch auch gleich noch was!"

Sichtlich verärgert setzte er sein Frühstück fort. Wenigstens hatte seine Drohung gewirkt, denn bis zum Zapfenstreich ließen sich die Mädchen nichts mehr zu Schulden kommen.

Erst am Montag Morgen kam ich zurück. Bernd berichtete mir von Lisas Missetat, doch ich hörte kaum zu.
"Hei, was ist denn los, Aaron? Probleme?"
"Ne, keine Probleme mehr. Es ist aus!"
Langsam erzähle ich Bernd von dem Treffen mit meiner Freundin, genauer gesagt, meiner Ex-Freundin. Seitdem sie für ihre Promotion die Uni wechseln musste, war der Kontakt immer seltener geworden.
"Na ja. Und nun hat sie einen Anderen!", seufzte ich.
Bernd versuchte zwar mich aufzumuntern, doch ich wollte eigentlich nur meine Ruhe und verzog mich in mein Zimmer. Auf dem Weg schaute ich noch kurz bei Lisa rein, um sie zu bitten, sich am Vormittag anderweitig zu beschäftigen, weil ich ungestört sein wollte.

Auf dem Bett liegend dachte ich über alles nach. Tja, ist wohl nun nicht mehr zu ändern. So ein Mist aber auch! Hier im Institut bringe ich den Gören Tugenden bei und meine eigene Freundin rennt mir davon!

Leise öffnete sich die Türe und Lisa kam herein geschlichen. Vorsichtig setzte sie sich zur mir aufs Bett.
"Armer Aaron". Ihre Hände strichen mir durch das Haar. Wahrscheinlich hatte Bernd ihr schon erzählt, warum ich ziemlich down war.
"Sag' mir, wenn ich dir helfen kann, ja?", bot sie mir mit leiser Stimme an.
"Ach Lisa, wenn das so einfach wäre..."
"Ich will auch ganz brav und lieb sein und dich nicht mehr ärgern!"
"Na, sei mal besser vorsichtig mit solchen Versprechungen!", lachte ich.
"Wenigstens kannst du wieder ein bisschen lachen!"
Meinen Arm legte ich um ihre Schulter.
"Bist halt doch ne Liebe! Komm' lass uns zum Mittagessen gehen. Etwas Ablenkung wird mir gut tun."

Nach dem Essen gingen wir auf Lisas Zimmer.
"Du, Aaron, ich hab' da am Sonntag ne Dummheit gemacht", beichtete sie.
"Ja, ich weiß. Bernd hat mir schon davon erzählt"
"Bekomme ich von dir jetzt noch mal den Popo voll?"
"Ach, vergiss doch das blöde Ei!"
"Ich finde aber, dass du mir das nicht durchgehen lassen darfst!", insistierte sie. Diese Antwort überraschte mich doch sehr. Noch bevor ich intensiver nachdenken konnte, hakte sie nach. "Ich habe deswegen immer noch ein schlechtes Gewissen! Und außerdem ist es immer so, dass man von seinem eigenen Erzieher noch mal zur Verantwortung gezogen wird!"

"Also gut. Bevor du dich noch beim Chef über mangelnde Strenge beschwerst... runter mit den Hosen!", lachte ich. In Sekundenschnelle hatte sie sich der schützenden Kleidung entledigt und sich über mein Knie gelegt. Geradezu frech streckte sie ihren hübschen Po raus.
"Du brauchst es wirklich, Kleines!", brummte ich und schon klatschten die ersten Hiebe auf ihre Kehrseite. Kein Jammern war zu hören, obwohl ihr Po schon eine leuchtend rote Farbe angenommen hatte. Langsam steigerte ich die Intensität, doch nur leises Stöhnen drang aus Lisas Mund.

Mir wurde langsam mulmig zu Mute. Ich spürte, wie sehr ich ihre Erziehung genoss, doch wo sollte das hinführen? Engere Kontakte zwischen Erziehern und Schützlingen waren strikt untersagt. So stand es zumindest auf dem Papier. Doch in der Praxis hatten schon einige Erzieher im Institut ihre Partnerin gefunden.

Oder hatte vielleicht sogar Lisa Gefallen an der Bestrafung gefunden? Ich war mir nicht sicher. Jedenfalls war dies nicht Sinn der Sache und schon gar nicht das Ziel meiner Erziehung.

"So, das reicht!" Mit einem letzten Klaps forderte ich sie auf, sich zu erheben und anzuziehen. Für Letzteres ließ sie sich auffällig viel Zeit.
"Danke, lieber Aaron, für die Klapse! Jetzt hab' ich meine Schuld gesühnt!"
Im Stillen dachte ich mir, was für ein süßes, kleines Wesen sie doch war.

Lisa schien ihr Versprechen wahr machen zu wollen: bis Dienstag Abend gab es nicht den geringsten Anlass zur Klage. Selten habe ich sie so mustergültig erlebt.


Als ich am Mittwoch Morgen aus dem Fenster blickte traute ich meinen Augen nicht. Über Nacht hatte es mindestens einen halben Meter Schnee hingelegt. Von der Straße her hörte man schon die Räumfahrzeuge gegen die Schneemassen ankämpfen und weiter in der Ferne spurten zwei große Raupen die Loipen.

Abgesehen vom ständigen Nörgeln des Hausmeisters verlief das Frühstück sehr harmonisch und nach etwa zwei Stunden waren dank der Mithilfe unserer Mädchen Einfahrt und Wege geräumt. Sogar Herr Knorr, von allen stets "Meister Knurr" genannt, fand anerkennende Worte für seine fleißigen Helferinnen.

Gegen Mittag kam auch die Sonne durch - ein wunderschöner Tag - viel zu schade, um im Institut rumzusitzen. Einige Mädchen schlugen vor, die Langlauf-Skier aus dem Keller zu holen, um eine kleine Ausfahrt zu machen. Dr. Stammann willigte ein; Bernd und ich sollten die kleine Gruppe begleiten. Wenig später machte sich die kleine Gruppe auf den Weg zu der etwa zwei Kilometer entfernten Loipe.
Diese führte durch einen großen Wald an der nahe gelegenen Ortschaft vorbei und wieder zurück in die Nähe des Institutes. Insgesamt knapp 15 Kilometer. Auch ich konnte etwas Abwechslung gut vertragen. Die Trennung von meiner Freundin saß immer noch tief in mir.

Bernd ermahnte die Gruppe ausdrücklich, zusammen zu bleiben. Für den Fall, dass doch jemand verloren ginge, sollte man in einem kleine Cafe am Ortsausgang auf die Nachzügler warten. Die Gruppe machte sich auf den Weg. Schon bald fuhren die geübten Fahrerinnen mit Bernd voraus, während Lisa und Tina zurück fielen.
Ich selbst fuhr in der Mitte, stets darauf achtend, dass die beiden nicht zu weit hinterher blieben.

Am Ende des Waldes verlief die Loipe eine längere Strecke leicht abschüssig zur Stadt hin. Während die Anderen mit Schwung den Abhang hinunter rauschten, wählten Lisa und Tina einen anderen, kürzeren Weg in Richtung auf die Ortschaft, ohne dass ich dies sofort entdeckte. Zu intensiv war mein Gespräch mit zwei anderen Mädchen, die neben mir fuhren. Wir bemerkten den Verlust erst, als wir schon mitten im Ort waren, doch machten wir uns keine Sorgen, da ja vereinbart worden war, wo man auf die Nachzügler warten würde.

Dort kehrten wir ein, bestellten Kaffe und Kuchen und wärmten uns auf. Die Zeit verging, doch von den Beiden fehlte immer noch jede Spur. Besorgt hatte Bernd schon im Institut angerufen, doch auch der Hausmeister hatte die Mädchen nicht zurück kommen sehen.

Die Sache war mehr als brenzlig für uns. Wenn der Chef erfahren würde, dass uns zwei Mädchen ausgebüchst waren - noch dazu unsere eigenen Schützlinge - hätte das eine Menge Vorwürfe zur Folge gehabt. Daher fuhr ich zurück in den Ort, während Bernd auf die Anderen aufpasste.

Nirgendwo eine Spur... . Fast eine Stunde lang durchsuchte ich erfolglos jeden Winkel. Gerade als ich mich auf den Rückweg machen sollte, kamen die beiden nur wenige Meter vor mir lachend aus einem Kaufhaus gestürmt.
"Hei, ihr beiden! Wo kommt ihr denn her?" Wie erstarrt blieben die Mädchen stehen.
Tina versuchte eine Einkaufstüte zu verbergen, während Lisa irgendwas von "falscher Abzweigung" murmelte.
"Und was ist das?" Zögernd rückte Tina die Tüte raus. Darin befanden sich allerhand reizende Wäschestücke, doch nun war wirklich nicht der richtige Zeitpunkt für eine exklusive Modeschau.
"So, so. Die Damen haben sich einen Einkaufsbummel gegönnt! Wie stellt ihr euch das eigentlich vor? Na wartet, ihr könnt was erleben!"

Zügig gingen wir zurück zu dem Cafe, wo die Anderen auf uns warteten.
"Los, raus mit der Sprache! Alle sollen hören, was ihr angestellt habt!" Grinsend drehten sich die anderen Gäste zu uns um, als die Mädchen stotternd ihre Sünden beichteten.

Mir fiel auf, dass die etwa 25 Jahre alte Bedienung, einer der Wirtstöchter, als einzige Mitleid mit den Ausreißerinnen zu haben schien. Ich kannte sie flüchtig, weil sie vor einigen Jahren selbst mal mehrere Wochen am Institut verbringen musste.

"Und wessen Idee war das?" Tina gestand freiwillig. Bernd erkundigte sich beim Wirt nach einem ruhigen Nebenzimmer, wo wir gleich darauf verschwanden. Im Cafe selbst herrschte angespannte Stille.

Ich verständigte mich mit Bernd, dass 2 Dutzend Hiebe angemessen waren und wir ansonsten Stillschweigen über den Vorfall bewahren wollten. Bernd ging zur Garderobe und entnahm einen hölzernen Kleiderbügel.
"Tina war die Anführerin. Also bekommt sie es auch strenger!"

Die Mädchen stiegen aus ihren Skianzügen und beugten sich ohne Widerrede über die Kante eines langen Tisches. Da wir nicht sicherstellen konnten, dass nicht plötzlich jemand zur Türe herein kommen würde, durften die Mädchen ihre dicken Strumpfhosen an behalten. Kaum dass Bernd den Kleiderbügel zur Hand genommen hatte, ging auch schon die Türe auf. Herein kam der Wirt mit einem langen Rohrstock in der Hand.
"Ich dachte mir, ein Stock könnte Ihnen vielleicht hilfreich sein! Er ist noch gut gewässert. Meine Älteste bekam ihn erst heute früh zu spüren, weil sie gestern bei der Kassenabrechnung geschlampt hat!" Nun war mir klar, warum die junge Frau so mitfühlend aus der Wäsche geschaut hatte.
"Oh, ja danke!" Eilig nahm Bernd den Mädchentröster und komplimentierte den Wirt wieder nach draußen.

"Gut, kann's losgehen?" Die Mädchen, die sehr genau wussten, was ihnen bevorstand nickten und baten um Nachsicht.

Fest und gleichmäßig zogen wir den Sünderinnen ihre wohlverdienten Hiebe auf ihre stramm gezogenen Strumpfhosen. Während Lisa, die sie nur mit der flachen Hand bezog, sehr gefasst war, begann Tina schon nach wenigen Streichen zu jammern. Kein Wunder, denn der lange biegsame Rohrstock des Wirtes pfiff schon sehr kräftig. Nach dem ersten Dutzend gewährten wir den Beiden eine kurze Verschnaufpause, trockneten ihnen die Tränen ab und erläuterten ihnen noch einmal die Verwerflichkeit ihres Tuns. Nachdem sie sich wieder etwas beruhigt hatte, setzte es das zweite Dutzend. Besonders die letzten drei Hiebe hatten es in sich. Tina konnte nur mit Mühe die Stellung bewahren. Sie zu verlassen wäre ihr auch nicht gut bekommen.

"So, nun lasst mal sehen!". Zögernd entblößten die Beiden ihre wohlgeformten Erziehungsflächen. Oh ja, vor allem Tina dürfte noch einige Tage beim Sitzen an ihre Missetat denken!
"Ihr könnt von Glück reden, dass Hans nicht mit dabei ist! Er hätte euch den Hintern versohlt, dass ihr drei Tage lang nicht mehr sitzen könntet!"
"Gut, nun zieht euch an! Wir müssen los, denn es wird schon dunkel!"
Die Blicke der Gäste sprachen Bände, als wir mit den verheulten Gören in den großen Raum zurückkamen. Demonstrativ gab Bernd den Rohrstock dankend an den Wirt zurück. Er sei wirklich sehr nützlich gewesen, dankte er.

Die Rückfahrt und der verbleibende Rest dieses Mittwochs verliefen äußerst ruhig und diszipliniert. Auch am Donnerstag musste nur ein Mädchen in die Erziehung, weil es heimlich im Park geraucht hatte. Hans, der mittlerweile wieder gesund war, verpasste ihr so eine Tracht, dass ihr für einige Zeit die Lust am Rauchen verging.

Lisa war sehr bemüht, mich ein wenig aufzuheitern. Je näher der Abschied rückte, desto bedrückter wurde ich. Insgeheim beneidete ich Gabriel um seine Partnerin.

Schweren Herzens half ich Lisa am Freitag Nachmittag beim Packen. Auch Lisa war es anzumerken, dass sie lieber noch etwas geblieben wäre. Sie würde meine "fürsorgliche Strenge" bestimmt sehr vermissen, klagte sie. Gabriel könnte das einfach nicht so gut, zumal er nun, bedingt durch sein neues Aufgabengebiet, beruflich sehr viel unterwegs war.

Gegen fünf Uhr waren die Taschen gepackt. Seufzend ließ ich mich auf einen Stuhl plumpsen. Lisa strich mir durchs Haar.
"Und was ist mit all den kleinen Missetaten, die du gar nicht entdeckt hattest?"
Ehe ich verstanden hatte, was sie meinte, lag sie mit herunter gezogenen Hosen über meinem Knie. Sanft streichelte ich ihren Po, auf dem die Spuren des Einkaufsbummels noch deutlich zu sehen waren.
Ehrlichkeit, Einsicht und Reue schien sie ja nun gelernt zu haben.

Patsch! Nicht fest aber doch spürbar klatschte ich ihr die keck heraus gestreckten Backen durch. Patsch! Patsch! Patsch! Sie machte nicht die geringsten Anstalten, den bissigen Klapsen zu entkommen. Wollte sie es fester? Langsam kamen mir massive Zweifel, ob die Tracht wirklich geeignet war, das erzieherische Ziel einer Verhaltensänderung herbei zu führen. Der Verdacht, dass Lisa möglicherweise Gefallen an der Strafe gefunden haben könnte, erhärtete sich immer mehr. Doch was sollte ich tun? Sie strenger bestrafen? Wofür überhaupt? Zumindest heute hatte sie ja überhaupt nichts ausgefressen!

Ihr Allerwertester bekam eine Tracht, wie schon lange nicht mehr. Trotzdem war kein einziger Klagelaut zu vernehmen. Ein letztes Mal glitt meine Hand über ihre roten Hinterbacken.
Ja, ich genoss es! Sehr sogar! Dienstvorschrift hin oder her! Warum sollte ich mich verstellen? Trotzdem war es auch eine gewisse Erleichterung für mich, dass Lisa nun abreisen würde. Wegen der Trennung von meiner Freundin war meine Gefühlswelt schon genügend durcheinander gewirbelt; irgendwelche Eskapaden mit Schützlingen konnte ich wirklich nicht gebrauchen.

Nachdem sie sich wieder angezogen hatte, sah sie mich mit verträumtem Blick und hochrotem Kopf minutenlang an. Draußen fuhren schon die ersten Autos vor. Auch Gabriel würde bestimmt bald aufkreuzen, um seine Liebste abzuholen.

"Du bist so gut zu mir, Aaron", flüsterte sie und hauchte mir einen zarten Abschiedskuss auf die Stirn. "Schade dass ich jetzt gehen muss! Danke für Alles!"

Als wir einige Minuten später die Eingangshalle betraten, warteten dort schon etliche Partner auf ihre Mädchen. Auch Gabriel war darunter. Freudestrahlend nahm er Lisa in Empfang.

Wir gaben den Partnern noch einige Tipps mit auf den Weg und verabschiedeten unsere Schützlinge mit der Hoffnung, dass sie in den vergangenen Wochen ihre Lektion gelernt hätten. Nachdenklich blickte ich Lisa hinterher, wie sie bei Gabriel untergehakt den langen Weg zum Parkplatz hinunter gingen.

"Ob sie wohl wieder kommt?"

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